So hat es angefangen…

Im Laufe der letzten Jahre habe ich mich immer wieder gefragt, welche Werte mir in meinem Leben wichtig sind, wie ich diese Welt mit meinen Möglichkeiten zum Positiven verändern kann und, wie ich diese beiden Dinge zu einem sinnvollen Ganzen kombinieren kann. Nachdem ich mich eine ganze Weile mit Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigt habe und auch mein Leben mehr und mehr danach ausgerichtet habe (insbesondere, was das Konsumverhalten angeht), wurde es mir doch immer klarer, dass es die grundlegende Funktionsweise unserer wirtschaftlichen Systeme ist, die dafür verantwortlich ist, dass wir unsere Erde und damit unsere eigene Lebensgrundlage mit Füßen treten. Jeder, der in diesem System mitspielt, trägt also unmittelbar dazu bei, dass weiter an dem Ast gesägt wird, auf dem wir alle sitzen. Daraufhin begann ich damit, die Mechanismen und Systeme zu hinterfragen und mich immer weiter zu informieren, warum unsere  Welt so funktioniert wie sie funktioniert (Staaten, Kriege, Politik, Medien und insbesondere die Rolle die unserem Geldsystem zu Teil wird). Dies tat ich, da mein Handeln und dessen Sinnhaftigkeit ja unmittelbar damit zusammenhängen, wie unsere Welt beschaffen ist, welche Probleme existieren und davon abgeleitet, welche Lösungen gefunden werden können.
Mein Blick auf die Welt und damit mein Bewusstsein haben sich dadurch im Laufe der Zeit ziemlich stark verändert.

Oft stolpern die Menschen über eine Wahrheit,
aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen.
Winston Churchill

So zu tun, als ob nichts geschehen sei, möchte ich nicht, da ich für mich nicht mehr länger verantworten möchte, wie mit unserer Erde, den Menschen und allen anderen Lebensformen umgegangen wird.

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich Ideen entwickelt, wie man verschiedene Projekte in Form eines Unternehmens verwirklichen kann. Eine dieser Ideen war z.B. eine Urban Farm (Städtische Lebensmittelproduktion), welche das Ziel hatte, Lebensmittel unmittelbar dort zu produzieren, wo sie benötigt werden und dies auch auf eine Weise zu tun, die der herkömmlichen Landwirtschaft in Sachen Nachhaltigkeit bei Weitem überlegen ist (ein Bruchteil des Wasser- und Energieverbrauchs + vollständiger Verzicht auf Düngemittel/Pestizide/Transportwege etc.).
Nachdem ich mich nun einhergehend damit, aber auch unabhängig davon mit unterschiedlichsten Themen beschäftigt habe und begonnen habe, wie eingangs beschrieben, so manche Dinge zu hinterfragen, bin ich doch zunehmend wieder davon abgekommen, diese nachhaltig- und gemeinwohl-orientierten Projekte in Form eines Unternehmens umsetzen zu wollen, das auf unserem heutigen Geld- und Wirtschaftssystem basiert. Denn sobald Menschen ihr Zusammenleben primär an quantitativem Wertmaßstäben orientieren (Wirtschaftswachstum, mehr Umsatz = besser), werden qualitative Wertmaßstäbe (Nachhaltigkeit, Ökologie, Lebensqualität) zwangsläufig sekundär sein. Und ein System, das die Qualität in allen Bereichen auf den zweiten Platz verweist, kann niemals zukunftsfähig sein. Durch regionale Strukturen, die ohne Geld und ohne die Vorgaben (Konkurrenz und Wettbewerb) und Abhängigkeiten einer wachstumsorientierten Wirtschaft funktionieren, können die Bedürfnisse von Menschen meiner Meinung nach auf viel sinnvollere, beständigere und damit auch verlässlichere Art und Weise erfüllt werden.

Welche Auswirkungen haben Konkurrenz und Wettbewerb auf unser alltägliches Leben?
siehe Kooperation statt Konkurrenz

Welche Gründe haben mich dazu bewegt, so zu denken?

Da ich mein eigenes Leben, aber auch das von anderen Menschen, dahingehend verändern möchte, dass es wieder erfüllter ist mit Lebendigkeit, Sinn, Freiheit, (Frei)Zeit und damit verbundener Entfaltung von kreativem und geistigem Potenzial, habe ich mich dazu entschlossen, den Stand der Informationen, den ich im Moment habe und soweit es mir möglich war, auf dieser Webseite zusammenzutragen, um ihn mit anderen zu teilen. Hierdurch möchte ich Menschen erreichen und zusammenbringen, die ebenso wie ich, etwas verändern wollen und einen tiefen Drang verspüren ein freiheitlicheres und selbstbestimmteres Leben zu führen, das nicht geprägt ist von den negativen und unmenschlichen Einflüssen und Abhängigkeiten unserer heutigen Welt. Ich möchte vom Zustand des fast schon hypnotisierten Konsumenten, in dem sich die meisten von uns befinden (hier schließe ich mich nicht gänzlich aus), wieder zum voll bewussten Menschen werden, der in uns allen steckt.

Zum Einen sind es die Werte und Bedürfnisse, die ich als Mensch habe und anstrebe:
  • Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit
  • Aufgabe, die einen erfüllt, zufrieden macht
  • Individualität
  • Gesundes Maß an Sicherheit und Rückhalt
  • Freunde / Liebe
  • Größere Nähe und Verbundenheit zur Erde, der Natur und Ihren Lebewesen
  • Freizeit und Entspannung
  • Entfaltung von kreativem und geistigem Potenzial (durch alle anderen Werte möglich)
  • und sicher noch etliche andere Werte…

Durch die weitgehende oder vollständige Autarkie eines einzelnen Menschen können einige Werte / Bedürfnisse wie Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit (und noch ein paar mehr) erreicht werden, aber eben nicht alle. Wenn man dabei ganz auf sich alleine gestellt ist, kann dies auch eine recht mühevolle und zeitaufwändige Aufgabe sein und mit Freizeit und Entspannung kann es dann zumindest schwierig werden. Mit ein paar Menschen, die sich basierend auf ihren Interessen und Bedürfnissen zusammentun, lassen sich so mehr Werte und Bedürfnisse für jeden Einzelnen auf einfachere Art und Weise erfüllen.

Zum Anderen ist es auch die Art und Weise, wie unsere heutigen Systeme beschaffen sind und wie sich dies auf unsere Verhaltensweise und unser Handeln auswirkt.

siehe System – Fehler, Ursachen und Lösungen