Revolution – eine Definition

Revolution (von lat. revolvere: zurückrollen, -wälzen, wiederholen) bedeutet nichts anderes, als ein vorhandenes System in einen früheren Zustand zurück zu versetzen, (wie bei einem Revolver, dessen Trommel zwangsläufig immer wieder beim Ausgangspunkt angelangt).

Es gab in der Vergangenheit (jüngst z.B. der „arabische Frühling“) immer wieder Revolutionen, die aus einem wachsenden Unmut der Bevölkerung gegenüber den bestehenden Regierungen hervorgingen. Jedoch haben sie nie dazu geführt, dass die dahinterstehenden Macht- und Herrschaftsstrukturen tatsächlich verändert wurden. Diese waren immer schon auf der Ebene des Geld- und Handelssystem und darüberhinaus der Kirche (ohne Glaube keine Macht) angesiedelt.
Revolution steht für Widerstand und Auflehnung gegenüber einem bestehenden System. Dadurch überlässt das Volk es automatisch den bisherigen Systemanbietern (gegen welche es rebelliert hat), eine „neues“ System bereitzustellen, in der irrsinnigen Annahme, dass die neuen Regierungen von nun an nur noch Dinge tun würden, die zum Wohle des Volkes wären (Dem Volk dienen würden anstatt es zu regieren).
Das selbe Herrschafts-Spiel fängt also wieder von vorne an, nur mit anderen Personen besetzt und womöglich in einer anderen, an den jeweiligen Zeitgeist angepassten, Verpackung (Staatsform). Wir haben es immer wieder bewusst zugelassen, ja sogar herbeigesehnt, dass eine kleine Minderheit, deren Interessen wir, auf Grund der fehlenden Beziehungen zu diesen Personen, gar nicht wirklich kennen können, einen vermeintlich schützenden Mantel über uns ausbreitet (Staat genannt) und für uns Menschen das Zusammenleben regelt.

Lenkung der Aufmerksamkeit / Energie

Neues kann man nie dadurch schaffen, indem man gegen das Alte kämpft, sondern immer nur dadurch, dass man sich für etwas Neues einsetzt. Die Lenkung der Aufmerksamkeit / Energie auf das Neue führt automatisch dazu, dass dem Alten Energie entzogen wird. Kämpfe ich gegen alte Strukturen an, so lenke ich zwangsläufig meine Aufmerksamkeit und damit meine gedankliche Energie auf das Alte.

Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.
Buckminster Fuller

Auch überlasse ich dadurch automatisch und zwangsläufig anderen Menschen das Denken und damit die Gestaltung der Zukunft. Nur wer neue Bilder und Visionen von einer lebenswerten Zukunft für alle Menschen hat, kann einen tatsächlichen Beitrag dazu leisten, dass diese Bilder und Visionen Realität werden können. Dass keine einzige Partei / Regierung dieser Welt überhaupt einen umfassenden Plan für die Gestaltung der Zukunft vorlegen kann, lässt erkennen, dass die gegenwärtige politische Klasse nur als Aufseher eines weltumspannenden Systems fungiert, dessen Leitbild quantitatives Wachstum, Fortschritt und Technik beinhaltet.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Menschen und allen anderen Lebewesen besteht darin, dass der Mensch in der Lage ist, mit seinem geistigen Auge die Gegenwart und die Zukunft gestalterisch zu formen. Solche schöpferischen Gedanken haben das Potenzial, sich in der Realität zu verwirklichen. Die Zukunft ist abhängig von den Gedanken des schöpferischen Menschen: von ihrer Helligkeit und Harmonie sowie von ihrer Schnelligkeit und Reinheit.
Aus der Buchreihe Anastasia von Vladimir Megre (siehe unter Beweggründe - Bücher, Musik & Filme)

Analogie

Gegen etwas zu sein ( TTIP, Fracking, PEGIDA etc.) ist vergleichbar mit einem Klempner, der zu einem Wasserschaden gerufen wird und gar nicht erst nach der Ursache sucht, sondern sofort damit beginnt,  Barrieren auf zu stellen (analog: Widerstand von Demonstranten, Aktivisten, um weitere Ausbreitung und Schäden zu verhindern). Dies kann durchaus größere Schäden abwenden (wenn die Ursache nicht auf Anhieb gefunden wird), wird jedoch (je nach Wassermenge) über kurz oder lang dazu führen, dass Barrieren durchbrochen werden und ein noch größerer Schaden entsteht.

Wenn du unmittelbar zur ursächlichen Lösung von Problemen beitragen willst, musst du in dich gehen, den Status Quo analysieren, Fehler und deren Ursachen suchen und Lösungen erarbeiten, wie man von einem (fehlerbehafteten) Ausgangszustand A zu einem (fehlerfreien) Zielzustand B kommt.

Es ist völlig in Ordnung, wenn du deine Aufgabe darin siehst, gegen etwas zu sein, denn auch dies kann, parallel zur Entwicklung von völlig neuen Lösungen, Teil des Transformationsprozesses sein und dazu beitragen, dass Missstände aufgezeigt werden und in Ihren Auswirkungen zumindest vorübergehend eingedämmt werden, und damit ein Bewusstsein geschaffen wird, welches Andere dazu veranlassen kann, unser bestehendes System noch weit mehr zu hinterfragen und nach wahren Ursachen und Lösungen zu suchen.

Jedoch verleitet Aktivismus (der sich gegen etwas richtet), nicht nur bei Aktivisten selbst, sondern auch bei vielen anderen Menschen, zu der Annahme, dass Veränderungen und echte Lösungen auf diese Weise möglich wären. Diese Annahme ist leider höchst irreführend und bewirkt, dass Menschen in einem passiven und geradezu schlafenden Zustand verbleiben.

Denn allein durch das Errichten von Barrieren (analog: Widerstand von Demonstranten, Aktivisten) oder das Abpumpen (analog: bspw. Umweltschutzmaßnahmen) kann die Ursache (Fehlerquelle) nicht behoben werden: das Wasser wird weiterhin unbeeindruckt aus der Leitung strömen und sich langsam, aber stetig seinen Weg bahnen und etwaige Hürden (Demonstranten, Aktivisten) umfließen und überwinden.

Wir alle in unseren gesellschaftlichen Rollen (als Angestellte, Unternehmer, Bürger) sind es nämlich, die durch unsere (Lebens-) Energie das Wasser zum Fließen bringen, innerhalb eines (Rohrleitungs-) Systems, das einen grundlegenden Systemfehler (ein Leck) hat, welches einen immer größeren Schaden anrichtet.

Jeder Einzelne kann durch die Lenkung seiner Gedanken und damit seiner (Lebens-) Energie dazu beitragen, dass dem bestehenden (Rohrleitungs-) System Energie entzogen wird und so Schritt für Schritt das Wasser wieder auf neuen, freien Wegen fließen kann, die das alte (Rohrleitungs-) System ablösen und idealerweise ein Leck oder einen Schaden gar nicht erst entstehen lassen.

Evolution statt Revolution

Evolution (von lat. evolvere: auseinanderrollen, entwickeln, entfalten; )
Ich denke, es ist höchste Zeit dieses verantwortungslose und selbstzerstörerische Spiel, in dem wir uns gegenseitig scheinbar zwingen, unsere Umwelt und damit uns selbst zu zerstören, zu beenden und eine Transformation in Gang zu setzen (welche ja bereits im Gang ist), die uns ein Zusammenleben (mit allen Lebewesen) ermöglicht, das in Einklang mit unserer Umwelt und uns selbst ist.

Solange wir uns bei Anderen (Regierungen, Banken etc.) beschweren und von Ihnen Veränderungen einfordern, solange dürfen wir uns nicht beschweren, wenn nicht die Veränderungen passieren, die wir sehen wollen und uns wünschen. Solange wir es als selbstverständlich erachten, regiert und damit beherrscht zu werden, bestätigen wir damit nur immer wieder unsere eigene Unmündigkeit und Unfähigkeit, für uns selbst Verantwortung zu übernehmen.

Bevor sich eine Raupe zu einem Schmetterling weiterentwickelt, werden die ersten, einzelnen Schmetterlingszellen durch das Immunsystem der Raupe zerstört. Erst durch den Zusammenschluss zu autarken Gruppen gewinnt das Neue die Oberhand – und dann geht es ganz schnell. Der Schmetterling erhebt sich, und das alte System verbleibt als leere Hülle.
Wissensmanufaktur.net