Wir leben in einer Welt, die in sehr vielen Bereichen geprägt ist von Mangel und Knappheit (qualitativ wie quantitativ).

  • Mangel an natürlichen Ressourcen / intakter Umwelt

    → Die Ressource „Sauberes Wasser“ durch eine Produktions- und Wirtschaftsweise, die Umweltverschmutzung verursacht, immer knapper wird.
    Beispiel 1: Düngemitteln, Pestizide aus der Landwirtschaft (die aus unterschiedlichsten Gründen ein Verbrechen an der Natur und damit an uns selbst darstellt) verunreinigen Grundwasser, Flüsse und Trinkwasser
    Beispiel 2: Erdölbasierte Produkte (Erdöl selbst, Kraftstoffe, Plastik etc.) verunreinigen jeden Tag unvorstellbare Mengen an Wasser
    Beispiel 3: Medikamente und sonstige Pharmaprodukte gelangen ins Trinkwassersystem und können nicht oder nur unzureichend herausgefiltert werden
    Die Ressource „Sauberes Wasser“ wird zum Handelsgut und der Handel wiederum verdient bspw. an der Herstellung von technisch aufwändigen Wasserfilteranlagen (Je knapper sauberes Wasser ist und je aufwändiger die Reinigung ist, desto teurer wird es und desto mehr profitiert der Handel davon)
    → Die Ressource „Saubere Luft“ ebenso aus systembedingten Gründen immer knapper wird
    → Die Ressource „Fruchtbare Böden“ durch eine Landwirtschaft, die kurzfristig orientierte Profitmaximierung betreibt, immer knapper wird. Die Böden werden übernutzt und ausgebeutet (intensive Landwirtschaft, Monokulturen), wodurch ein Mangel (an gesunden, fruchtbaren und nährstoffreichen Böden) entsteht
    → Die Ressource „frische und hochwertige Lebensmittel“ systembedingt immer knapper wird.
    Dies merkt man allein geschmacklich spätestens dann, wenn man einmal Lebensmittel aus dem eigenen Garten mit Lebensmitteln aus dem Supermarkt / Biomarkt vergleichen konnte. Und wirklich frisch ist ein Lebensmittel nur dann, wenn es maximal 2h alt ist, dann beginnt der Verfallsprozess bereits und es kann uns nicht mehr optimal als energiespendende Nahrung dienen
    → Die Ressource Energie bspw. wird zum Handelsgut und muss daher knapp gehalten werden
    (unterstützt durch eine Wissenschaft, deren Ergebnisse der Wirtschaft / monetären Interessen dienen, nicht dem qualitativen Fortschritt für die Menschheit)

    Das zynische am Handel: Er ist nicht nur verantwortlich dafür, dass Umweltverschmutzung überhaupt entsteht, sondern er ist auch derjenige, der als Einziger davon profitiert, wenn die Umwelt weiter verschmutzt wird. Denn der Handel interessiert sich letztlich nur für die quantitative Vermehrung, nicht aber für die qualitative Verbesserung (den qualitativen Verlust bekommt dann der Mensch zu spüren).

    Wir haben eine Lebensweise als Normalität akzeptiert, wo wir uns vor der Natur / Umwelt schützen.
    Beispiel Wasser: 
    Das was einst für alle Menschen in bester Qualität kostenlos und im Überfluss vorhanden war, können wir auf Grund der Verschmutzung nicht mehr aus Seen, Flüßen und Bächen trinken, ja sogar sind die meisten Menschen es heute gewohnt, Wasser abgefüllt in Plastikflaschen zu kaufen.
    Jedoch sollte man auch wissen, dass Handel und Wirtschaft ein Interesse daran haben, Ängste zu schüren, die uns davon abhalten in die Natur zu gehen (Bsp. Zecken, Tollwut, Fuchsbandwurm und andere Krankheitserreger z.B. beim Pflücken von Wildkräutern, Natur als Gefahr). Nicht nur, um uns diverse Produkte (z.B. Impfungen) anbieten zu können, die vor den vermeintlichen Gefahren Schutz bieten, sondern auch, weil Menschen, die mehr und mehr Bezüge zur Natur entwickeln, dazu neigen, gesünder und selbstbestimmter zu werden und als Folge weniger zu kaufen. Der Handel schreckt hier leider wie in allen anderen Bereichen auch nicht davor zurück, die Wissenschaft zu instrumentalisieren, um seinem Verkaufs-Interesse mit entsprechenden wissenschaftlichen Studien Nachdruck zu verleihen (siehe weiter unter, Punkt „Mangel an Wissen / Erkenntnis“).
    (Analoges Beispiel: Hersteller von Sicherheits-Software sind wirtschaftlich darauf angewiesen und daher selbstverständlich interessiert daran, dass stetig neue Sicherheitslücken aufgedeckt und propagiert werden, also Ängste geschürt werden)
    Aber auch umgekehrt wir es als Normalität akzeptiert haben, dass die Natur / Umwelt vor uns geschützt wird. Beispiele: Nationalparks, Naturreservate, Landschaftsschutzgebiete

    Wir Menschen leben getrennt von der Natur in unserer ganz eigenen “Welt”, die eigenen Spielregeln folgt abseits der Spielregeln der Natur. Wir haben den Kontakt zum Boden verloren und sind uns nicht mehr bewusst darüber, dass wir ein Teil der Natur sind, ob wir dies nun erkennen oder nicht. Wir sehen uns als überlegene Spezies, verhalten uns als Menschheit jedoch wie ein Elefant im Porzellan-Laden, der die wertvollsten Dinge schon zertreten hat, bevor er diese überhaupt erkennen, in ihrer ganzen Schönheit betrachten und deren Wert einschätzen konnte.
    Diese “Welt” und all der vermeintliche Fortschritt der Menschheit kann keine Errungenschaft sein, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, unsere Lebensgrundlage zu zerstören. Es kann sich lediglich um einen quantitativen Fortschritt handeln, jedoch nicht um einen qualitativen.

  • Mangel an ganzheitlicher Nachhaltigkeit

    Viele Produkte, die wie heute selbstverständlich benutzen und die uns als erstbeste Möglichkeit in den Sinn kommen, wenn wir alltägliche Bedürfnisse befriedigen möchten oder Probleme und Aufgabenstellungen lösen wollen, sind Produkte, die von einer Industrie erschaffen wurden und auf die Bedürfnisse eines immer globaler werdenden Wirtschaftsmarktes zugeschnitten sind, nicht auf die Bedürfnisse von Menschen. Dadurch, dass Handel und Wirtschaft auf Profitmaximierung aus sind und systembedingt möglichst viel Rendite abwerfen müssen, werden Produkte hergestellt, die bei näherer Betrachtung auf völlig unsinnige Art und Weise produziert wurden und oftmals aus ebenso unsinnigen Materialien bestehen. Würde man sehr viel mehr mit der Natur zusammenarbeiten und mit ihrer Hilfe Lösungen suchen, könnte man sich viel “Unsinn” sparen (Allerlei High-Tech + diverse andere Konsumgüter + viele pharmazeutische Produkte etc.). Ein großes „Problem“ ist dabei nur: Natur kostet nichts, ist nicht patentierbar und daher ungeeignet für unsere Wirtschaftssysteme, da sich damit kein Geld verdienen lässt, auch wenn es sicherlich immer wieder versucht wurde und wird, uns die Natur in „Tüten“ zu verkaufen.
    Das Bild von Nachhaltigkeit, wie es uns tagtäglich über die Medien vermittelt wird, sollte also äußerst kritisch hinterfragt werden. Denn das einzige nachhaltige Interesse, das der Handel je hatte und je haben wird, ist es zu verkaufen. Und so redet er den Konsumenten ein, dass es schon genügen würde, wenn sie ein bisschen weniger schädlich sind:
    Erneuerbare Energien (Photovoltaik, Windkraftanlagen etc.)
    Spritsparende Autos, die uns als besonders umweltschonend verkauft werden
    Elektroautos, die zwar nicht mehr vom Erdöl abhängig sind, doch seit wann sind Batterien umwelfreundlich?
    – Früher: FCKW freie Produkte, die für das Ozonloch verantwortlich gemacht wurden, von dem heute keine Rede mehr ist
    Klimaneutrale Produkte / C02-Zertifikate, die den CO2 Ausstoß minimieren sollen, der für die Erderwärmung verantwortlich gemacht wird
    sonstige High-Tech Produkte, die die Welt retten sollen

    Man muss dabei immer berücksichtigen, dass es sich lediglich um eine Nachhaltigkeit handelt, die im Rahmen der Vorgaben unserer Systeme (Ursachen für Profitmaximierung, siehe Kooperation statt Konkurrenz) möglich und zulässig ist, nicht um eine ganzheitliche und damit sinnvolle Nachhaltigkeit.
    Eine kritische Analyse des Themas Nachhaligkeit auch in einem Vortrag von Prof. Braungart
    (auch wenn ich seine Vorstellungen von einer zukünftigen, nachhaltigen Produktionsweise aus verschiedensten Gründen, die du auch den weiteren Inhalten meiner Seite entnehmen kannst, nicht teilen kann).

  • Mangel an Gesundheit

    Stress / Belastung im beruflichen oder familiären Umfeld, andere externe Faktoren wie Umweltverschmutzung, gesundheitsschädliche Materialien, mit denen wir alltäglich in Kontakt kommen, minderwertige Lebensmittel (das Bewusstsein für Qualität wird auch durch Marketing verschoben, siehe Kooperation statt Konkurrenz), LärmElektrosmog etc. Da unser Gesundheitswesen ebenso wirtschaftliche Interessen verfolgt und wachsende Umsätze generieren muss (auf Grund des kreditären, verzinsten Geldsystems), kann es niemals Interesse daran haben, Menschen dauerhaft zu heilen, da so logischerweise Umsätze rückläufig wären und es sich so größtenteils langfristig überflüssig machen würde. Es würde nicht mehr darum gehen Symptome zu behandeln, sondern darum, Ursachen zu finden. Würde dies getan werden, müsste unsere heutige Welt (das System, das wir als Normalität akzeptiert haben) und die damit verbundene Lebensweise als Ursache identifiziert werden, und ein Arzt müsste demnach einem Patienten (wobei die Begrifflichkeit „Patient“ nicht mehr zutreffend wäre) nahelegen, seine Lebensgewohnheiten, möglicherweise auch seinen Lebensraum mehr oder minder radikal zu verändern. Kurzum müsste ein Mensch sich aus der Rolle des Patienten (von lat. patiens: duldend, geduldig, leidend) erheben und damit beginnen, seine Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen, eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu handeln. Doch unser System nutzt und fördert (auch in allen anderen Bereichen) die Bequemlichkeit, Passivität und Abhängigkeit der Menschen (Patienten / Konsumenten) zu Gunsten des Handels und des Wirtschaftswachstums. Medikamente einzunehmen ist die bequemste Variante, erfordert am wenigsten Eigenantrieb und ist die vollständige Übertragung der Verantwortung für die eigene Gesundheit an andere, in dem Glauben, dass die Ursache einer Krankheit damit behoben würde.

  • Mangel an Bezügen und Beziehungen

    Zunehmender Verlust der Bezüge zu seinem unmittelbaren Lebensraum / der Natur und der zwischenmenschlichen Beziehungen :

    Zwischenmenschliche Beziehungen
    Man kennt seine Nachbarn kaum (klar gibt es Ausnahmen, aber auf Grund der wahllosen Gemeinschaften, die kaum oder keine gemeinsamen Interessen / Aufgaben haben und der klaren Trennung zwischen Arbeit und Wohnen, ist es kein Wunder, dass in den meisten Fällen keine tieferen Beziehungen entstehen)

    Bezüge zu Lebensmitteln
    Man hat in der Regel keine persönliche Beziehung zu den Händlern, bei denen man seine Waren einkauft (Lebensmittel etc.) und meist noch weniger zu den Herstellern der einzelnen Produkte. Das Gefühl für die damit verbundenen Handelsketten geht verloren (Wo kommt es her und was ist wirklich drin?). Das Bewusstsein hierfür bspw. im Bereich Lebensmittel ist zwar stark gewachsen und es wurde versucht Abhilfe zu schaffen, indem man Waren mit allerlei Gütesiegeln auszeichnet, um so mehr Transparenz zu schaffen, dies stößt jedoch an seine Grenzen, da einerseits Verbraucher (kein schönes Wort, ich weiß) zum Teil überfordert sind mit der Vielfalt an Siegeln und andererseits die Durchführbarkeit von sehr viel strengeren und für den Verbraucher eindeutigeren Produktauszeichnungen von den marktdominierenden Großkonzernen abhängt, die durch Lobbyarbeit vorgeben, welche Gesetzesänderungen von der Politik verabschiedet werden dürfen, so dass keine wirtschaftlichen Einbußen entstehen (da systemrelevant).
    → Dinge ereignen sich, die Menschen, sofern sie davon Kenntnis hätten und ein Bewusstsein dafür erlangt hätten, nicht zulassen würden.

    Bezüge zu Lebensmitteln 2
    Ein weiteres Beispiel aus dem Bereich Lebensmittel, das zeigt, dass wir jegliche Beziehung zu unserer Nahrung verloren haben, ist in folgendem Video zu sehen: Die meisten Menschen würden bspw. den Verzehr von Fleisch verweigern, wenn sie unmittelbar vor Augen geführt bekommen, dass ein Tier dafür getötet werden muss:
    https://www.youtube.com/watch?v=NG4WhppBNCM

    Bezüge von Volksvertretern zum Volk
    Beim demokratischen Wahlverfahren z.B., das nur bis zu einer bestimmten Größenordnung überhaupt funktionieren kann, können fehlende Bezüge und Beziehungen dafür sorgen , dass Volksvertreter kaum noch oder gar nicht mehr mit den Konsequenzen Ihres Handelns konfrontiert werden, da der Bezug zum Volk nicht mehr vorhanden ist (nur kurz vor den Wahlen findet ein vermeintlicher Kampf um Wählerstimmen statt, danach sind Politik und Wirtschaft wieder ganz unter sich). Das Volk rückt so in weite Ferne und an dessen Stelle treten dann große Unternehmen / Industriezweige, die sehr viel engere Beziehungen zur Politik pflegen und Ihre ganz eigenen Interessen vertreten.

    Die Auswirkungen / Konsequenzen des eigenen Handelns können nicht mehr auf einfache Weise erkannt werden, die Grundlage, um Verantwortung zu übernehmen (nämlich Information und Beziehung), ist daher nicht mehr gegeben.

  • Mangel an Liebe und Vertrauen

    Das Leben sehr vieler Menschen ist geprägt von bewussten oder unbewussten Ängsten (Liebe als Gegenpol zur Angst):
    – Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und einem möglichen gesellschaftlichen und sozialen Abstieg (Existenzängste, Verarmung, das Gefühl als Arbeitsloser kein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft mehr zu sein etc.)
    – Oft unzureichende und ungewisse soziale Absicherung / Rückhalt (Stichwort Hartz 4, Altersvorsorge etc.)
    – Und die aus diesen nachvollziehbaren Ängsten heraus entstehenden unmenschlichen Umgangsformen zwischen (Neid, Missgunst, Gier, Aggressionen etc.)
    – Angst vor Krankheit, Tod, Terror, Krieg etc.

  • Mangel an Frieden

    Kriege geführt werden, die durch Lügen im Namen des Kapitals / Handels initiiert und gerechtfertigt werden
    Menschen (Volks- und Religionsgruppen) über mediengesteuerte Meinungsmache (Erschaffung von Feindbildern, siehe Externe Videos – Medien ) gegeneinander aufgehetzt werden, um mit teils nachweislich erfundenen Begründungen (Brutkastenlüge, Massenvernichtungswaffen, die nie gefunden werden, Menschen müssen vor bösem Diktator gerettet werden) einen Krieg oder gleich eine ganze Reihe von Kriegen, wie es sich erst in jüngster Geschichte zugetragen hat, zu rechtfertigen. Soldaten kämpfen so nicht für ihr Vaterland (was natürlich auch niemals die Tötung von anderen Menschen rechtfertigen würde), sondern werden zu Vasallen von Herren, von denen sie nie gehört haben, deren Interessen sie nie geahnt haben und daher nie zu unterstützen und dafür in den Krieg zu ziehen bereit gewesen wären, und dadurch Menschenleben eben diesen Interessen zum Opfer fallen.

  • Mangel an Autonomie

    Die regionale Autonomie durch die systembedingte zunehmende Zentralisierung (einhergehend mit der Globalisierung) von Unternehmen/Konzernen und deren Gütern wird die Autonomie auf regionaler Ebene immer weiter geschwächt. Zentralismus fördert die Abhängigkeit der Region von immer weniger, gleichzeitig immer größer werdenden Konzernen, die dadurch immer mehr Macht und Einfluss auf das Leben von Menschen bekommen.

  • Mangel an Zeit

    für Familie & Kinder, Freunde, Partner(in), Entspannung, Ruhe, Muße, Nachdenken, sinnvolle Dinge, Entfaltung von Talenten etc.
    Zeit als limitierender Faktor: „Ich habe keine Zeit“, „Die Zeit ist knapp“, „Ich muss mich beeilen“.

  • Mangel an Allgemeingütern

    Die Anzahl der frei zugänglichen Allgemeingüter durch die fortschreitende Privatisierung (Privatisierung = Beraubung, von lat. privare: berauben) immer weiter abnimmt (aktuelles Bsp. Wasserprivatisierung, aber auch Wälder, Naturreservate etc.).
    Wir werden geboren in einer Welt, in der nahezu jedes Stück Land einen Besitzer und einen materiellen Wert hat und man für die Nutzung Geld bezahlen muss. Wenn man darüber nachdenkt, wird man feststellen, dass man das Land und die Erde weder kaufen noch besitzen kann, denn wir und alle anderen Lebewesen gehören zu dieser Erde, nicht die Erde uns. Genauso, wie man auch seine Mutter weder kaufen noch verkaufen kann. Lediglich die innige Beziehung zu ihr macht sie zu deiner Mutter und die Beziehung zu deinem Land / deinem Lebensraum, macht es zu deinem Land (aber es ist doch nicht genug für alle da? Siehe Punkt „Lebensraum“ weiter unten). Wir tun aber so, als ob man es könnte und gehen oft dementsprechend verantwortungslos und egoistisch damit um. Siehe Warum den Geldbedarf reduzieren? – Materialisierung der Welt.

  • Mangel an Gerechtigkeit

    Das Rechtssystem nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat. Die größten Verbrechen (an Mensch und Natur) geschehen im Namen der Wirtschaft / des Kapitals und bleiben oftmals ungestraft, da sie als systemrelevant eingestuft werden (Sicherung von Arbeitsplätzen, Wirtschaftswachstum, Rettung von Banken mit Steuergeldern). Zudem entsteht durch das Rechtssystem / den Rechtsstaat der Eindruck, all diese Gesetze und Verordnungen seien nötig für die Organisation des Zusammenlebens von Menschen: Sie sind teils nicht nur vollkommen offensichtlich unnötig in vielen Fällen (bspw. etwaige EU Verordnungen), dienen der Wirtschaft / dem Kapital /denjenigen, die mit dem Recht ihr Geld verdienen (Bspw. Stichwort Abmahn-Industrie), oder sie sind nur nötig, weil das (kapitalistische, materialistische) System, in dem wir leben, diese entweder unumgänglich werden lässt (Geld mittels Schuld, Mangel und Trennung als Hauptursache für Rechtsstreitigkeiten) oder in uns negative Eigenschaften wie Gier, Neid, MissgunstAgressionen, Hass, aber auch Angst hervorbringt und fördert und damit ein Streitpotenzial entstehen lässt, das unseren Rechtsstaat (die schützende Hand über dem Volk) als Retter in der Not dastehen lässt. Das Geld- und Handelssystem (bzw. jedes System, das Mangel und Knappheit erzeugt) schafft also ein Problem, das vorher nicht existierte. Der Staat ist also lediglich ein Symptom des Geld- und Handelssystem und fungiert dabei als Handlanger / Instrument dieser Systeme und bietet eine Lösung in Form des Rechtsstaates an. Mehr dazu unter Anarchie statt Hierarchie?.

  • Mangel an Wissen / Erkenntnis

    Wissenschaft nicht für eine qualitative Verbesserung menschlichen Zusammenlebens eingesetzt wird:
    Genauso verhält es sich mit der heutigen Wissenschaft: In einer Welt, wo das Unternehmen und dessen wirtschaftliche Interessen im Mittelpunkt unserer Gesellschaft steht und bestimmt, womit wir unsere Arbeitszeit verbringen und was unsere Aufgaben sind, ist es nur logisch, dass die Wissenschaft auch der Wirtschaft und deren Interessen und Vorgaben dienen muss, ansonsten hätte sie keinen Nutzen für eben diese. Auch Wissenschaftler / Universitäten sind genauso vom Geld abhängig wie alle anderen Menschen, die sich bereitwillig erklären, innerhalb dieser Systeme zu funktionieren, und müssen dementsprechend Aufträge annehmen (Forschungen, Studien verfassen), die sie von Konzernen, Unternehmen oder dem Staat bekommen (auch der Staat ist ein Schuldner der Banken, dadurch Teil des Finanzsystems, und damit nicht souverän in seinen Interessen, mehr dazu unter Externe Videos – System ). Ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Spielregeln ist die Profitmaximierung, die sich sich konsequenterweise auch auf die Forschungsarbeiten übertragen muss, die sie in Auftrag geben. Konkret heißt dies, dass es niemals im Interesse des Auftraggebers sein kann, freie und ergebnisoffene Forschung zu betreiben, da dabei rauskommen könnte, dass man die Art und Weise, wie ein Unternehmen bspw. Produkte herstellt, drastisch verändern und effizienter gestalten könnte, dies aber den Profit des Unternehmens (und ggfs. den davon abhängiger Unternehmen ) möglicherweise schmälern könnte oder gar ganze Geschäftsmodelle überflüssig werden würden.
    Beispiel: Es kann nicht im Interesse der Energiekonzerne sein, eine Wissenschaft zu unterstützen, die nach Möglichkeiten forscht, wie jedermann freie und universell verfügbare Energiequellen nutzen kann (also ohne, dass irgendein Handelskonzern dieser Erde daraus Profit schlägt)
    Mehr dazu unter Externe Videos – Wissenschaft oder
    Warum den Geldbedarf reduzieren? – Geld als Steuerungsmittel

    Fortschreitende Spezialisierung

    Die durch das Handelssystem bedingte, immer weiter voranschreitende Spezialisierung bewirkt, dass einzelne Menschen immer mehr Detail- und Fachwissen, jedoch immer weniger ganzheitliches Wissen und damit Verständnis für größere Zusammenhänge haben. Vereint man alle Wissenschaften, so wissen wir als Kollektiv vieles, als Einzelne jedoch wissen wir oft gerade genug, um den Aufgaben als kleines Rädchen im System gewachsen zu sein.
    Zudem leben wir zwar in einer Informations-Gesellschaft, nicht aber in einer Wissens-Gesellschaft.
    Informationen strömen heute überall auf uns ein, relevantes Wissen jedoch ist nur Wenigen vorbehalten.
    Das allgegenwärtige Prinzip der Hierarchien macht dies möglich:
    Wissen
    in den Händen von Wenigen ermöglicht Herrschaft, Macht und Unterdrückung (hierarchisches Prinzip)
    Wissen
    in den Händen von Vielen geht mit Entmachtung von Wenigen einher (anarchisches Prinzip)
    siehe Anarchie statt Hierarchie?

    Stell dir vor:
    die Wissenschaft (und ganz allgemein menschliche Intelligenz und Arbeitskraft) ist nicht mehr gebunden an wirtschaftlichen Profit. Dann wäre plötzlich nicht mehr nur das realisierbar, was sich rechnet und damit bezahlbar ist, sondern alles, was vorstellbar ist. Alle Potenziale und Ressourcen könnten dafür verwendet werden, dass sich die Qualität menschlichen Zusammenlebens verbessert (keine unnötige Arbeit, Lösung von Aufgaben durch ganzheitliches Verständnis von Natur etc.). Bitte frage dich selbst einmal: Hat all der wissenschaftliche und technische Fortschritt, den wir bis zum heutigen Tage erreicht haben, dazu beigetragen, dass Menschen deswegen weniger arbeiten müssen oder gar mehr Sinn und Freude im Leben empfinden?

  • Mangel an Kooperation

    Konkurrenz und Wettbewerb von unserer heutigen Wirtschaftsweise nicht wegzudenken sind. Doch wie entsteht Konkurrenz? Um dies zu verstehen, ist es zunächst wichtig zu wissen, wie Geld entsteht (Geldschöpfung). Geld entsteht heute ausschließlich durch die Vergabe von Krediten (durch Zentralbanken und Geschäftsbanken). Im verzinsten Geldsystem ist jeder Kredit zusätzlich mit Zinsen versehen, die ebenfalls zurückbezahlt werden müssen. Das Problem ist nur: Das Geld für die Zinsen wurde nie in Umlauf gebracht, sondern bleibt immer als Forderung der Bank bestehen. Schulden können also (bezogen auf das Gesamt-System) nicht zurückgezahlt werden, auch deshalb nicht, weil es dann kein Geld mehr gäbe. Geld ist Schuld.
    → Kreditkunden müssen immer mehr Geld zurückbezahlen als sie aufgenommen haben, dies alleine schon (neben anderen Faktoren, siehe Kooperation statt Konkurrenz) führt zu einem systembedingten Wachstumszwang
    Wachstumszwang führt dazu, dass sich Unternehmen immer mehr ausbreiten (mehr von einem Handelsgut verkaufen bzw. das Sortiment erweitern müssen) und dadurch mit anderen Unternehmen , die ähnliche oder die selben Waren und Dienstleistungen anbieten, mehr und mehr in Konkurrenz und Wettbewerb treten müssen (auch ohne den von unserem heutigen Geldsystem verursachten Wachstumszwang, entsteht Konkurrenz aus der Annahme heraus, es sei nie genug für alle da, siehe nächster Punkt)
    → Stetig wachsender Zinsanteil in allen Waren / Dienstleistungen / Mieten
    Dies erhöht auch alle Preise, da jeder, der an der Wertschöpfungskette beteiligt ist, seine Zinskosten in den Verkaufspreis einfließen lassen muss.” (siehe Warum den Geldbedarf reduzieren? )
    Mehr dazu unter Externe Videos – System oder hier.

  • Mangel an Geld

    1. Durch das verzinste Geldsystem (siehe vorheriger Punkt) ist permanent zu wenig Geld im Umlauf, es wird also künstlich knapp gehalten. Zudem findet eine permanente Umverteilung von fleißig nach reich statt. Das Vermögen von Reichen vermehrt sich allein auf Grund des Zinseszins exponentiell, während die absolute Mehrheit der Menschen unter dem Strich, bedingt durch den relativ hohen Zinsanteil in Mieten und allen anderen Waren und Dienstleistungen, deutlich mehr Zinsen bezahlen muss als sie durch ihr Vermögen auf dem Bankkonto an Zinsen einnimmt. D.h. die allermeisten Menschen machen jedesmal, wenn sie etwas kaufen oder mieten ein systemisch bedingtes Verlustgeschäft, wodurch erneut monetäre Knappheit entsteht. Die Schere zwischen arm und reich geht so immer weiter auseinander. Geht man weiter ins Detail, so kann man feststellen, dass Mangel und Knappheit, nicht nur durch das Geldsystem bedingt sind, sondern sogar die Grundannahme für Wirtschaft und Handel darstellen (“Ökonomie ist die Wissenschaft über den optimalen Einsatz knapper Ressourcen”, siehe Fülle statt Mangel).
    2. Geld fließt hauptsächlich dort in ausreichender Menge (durch die vom verzinsten Geldsystem auferlegten Spielregeln), wo es sich schnell und kurzfristig vermehrt (jeder will möglichst schnell der Knappheit „entfliehen“ durch Profitmaximierung) und fehlt oft dort, wo es dringend benötigt wird und/oder für eine Weiterentwicklung unseres Zusammenlebens nach bedingungslos qualitativen und sozialen Maßstäben verwendet werden könnte (Wissenschaft und Forschung, Bildung, Kultur etc.). Auch hier wird Mangel und Knappheit also künstlich erzeugt.
    3. Und Geld vermehrt sich unter Anderem dort am schnellsten, wo man Lebewesen (Menschen, Tieren) ihren Lebensraum wegnimmt. Das Land und dessen Ressourcen werden zum Besitz von Wenigen erklärt (Privatisierung = Beraubung, von lat. privare: berauben). Das so entstehende Handelsgut kann dann der Allgemeinheit wieder zurückverkauft werden. Konkret können das Gut / die Ressource nur noch diejenigen bekommen, die bereit sind, sich in den Dienst der Landbesitzer zu stellen (wodurch sie versklavt werden), oder selbst genügend Geld / materiellen Besitz haben, um das Gut / die Ressource käuflich zu erwerben. Da nicht jeder Mensch eine seinem Bedürfnis entsprechende materielle Gegenleistung aufbringen kann, entstehen erneut künstlich Mangel und Knappheit. In unserer heutigen Welt, wo so gut wie jeder qm Land einen Besitzer hat, kann nur noch weiteres Wachstum erzeugt werden, indem Dinge zum Handelsgut werden, die Menschen entweder selbst gemacht oder sich zuvor gegenseitig kostenlos zur Verfügung gestellt haben (alles wird zur Dienstleistung) und dadurch mehr und mehr Güter / Dienstleistungen angeboten werden, die die Abhängigkeit, Bequemlichkeit und Passivität jedes Einzelnen immer weiter fördern (Vom Mensch zum Konsumenten). Kriege als weiteres Mittel, um Wirtschaftswachstum zu generieren (Waffenproduktion, Zerstörung und Wiederaufbau), stellt schließlich die Spitze des Zynismus dar. Doch, dass diese für die Ausbreitung des Handels notwendig sind, hatte bereits Jan Pieterszoon Coen, Generalgouverneur der niederländischen Ostindien-Kompanie,vor einigen hundert Jahren in folgendem Satz zum Ausdruck gebracht: „Wir können den Handel nicht treiben, ohne Krieg zu führen, und wir können den Krieg nicht führen, ohne Handel zu treiben“.

  • Mangel an Lebensraum / Wohnraum

    gerade in Großstädten leben wir heute so dicht gedrängt aufeinander wie nie zuvor, zahlen immer mehr Geld für die kleinsten Wohnungen (was sich immer weniger leisten können, siehe oben „Mangel an Geld“), und dies, obwohl jeder Mensch, allein mit der bisherigen landwirtschaftlich genutzten Landfläche, auf der gesamten Erde ca. 6.500qm Landfläche (ca. 67% an ungeeigneten oder momentan nicht landwirtschaftlich genutzten Flächen sind bereits abgezogen) zur Verfügung hätte, wenn man es gleichmäßig aufteilen würde (Details zu den Daten und Datenquellen). Und auf einem Hektar (10.000qm) Land (inkl. Wald und allem was man benötigt, siehe Beispiel) kann nicht nur eine Person leben und sich mit allem versorgen, sondern problemlos eine Familie (inkl. Überschüsse). Eine Familie mit 7 Personen hätte dann folglich ca. 45.500qm (4,5 Hektar) zur Verfügung. Wenn 7 Menschen jedoch auf einem Hektar leben, so könnten mind. 4,5 Mal so viele Menschen auf dieser Erde zusammenleben (allein mit der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche), und das (verglichen mit heute) unter geradezu paradiesischen Bedingungen. Denn unser Zusammenleben wäre dann nicht nur friedlich, sondern ALLE anderen auf dieser Seite beschriebenen Mängel hätten sich ebenso aufgelöst.
    Weitere Details und Gründe, warum diese Erde auch noch viel mehr Menschen versorgen kann
    Hieran lässt sich sehr gut erkennen, dass nicht ein materieller Mangel, sondern ein geistiger die Ursache dafür sein muss, warum wir Menschen heute in so vielen Bereichen Mangel und Knappheit erfahren. Denn Menschen, die durch die oben erwähnte, immer weiter voranschreitende Spezialisierung bedingt, über immer weniger ganzheitliches Wissen verfügen, werden zwangsweise immer abhängiger vom Wissen anderer Menschen und sind unter anderem auf diese Weise dazu angehalten auf immer engerem Raum mit diesen zusammenzuleben, um all ihre (oft symptomatischen) Bedürfnisse befriedigen zu können.
    Landwirtschaft ist harte Arbeit und wer will das schon? Harte Arbeit ist es nur, wenn ich die Natur nicht verstehe (wie das systembedingt auch bei den allermeisten heutigen Landwirten der Fall ist). Und um die Natur in ihrer Ganzheit zu verstehen, muss man alles verstehen, was die Natur ausmacht (siehe Permakultur). Dies kann sich logischerweise nicht auf ein Fachgebiet beschränken. So wie jedes Computerproblem bspw. (analog: Unkraut / Schädlinge in der Landwirtschaft) nur dann ein Problem ist bzw. auch nur dann überhaupt auftritt, wenn ich nichts oder zu wenig von Computern verstehe (siehe Fülle statt Mangel).

Fazit

→ Wir haben also in so vielen Bereichen (und man könnte noch viele weitere ergänzen) einen Mangel, der einerseits systemisch bedingt ist (Geldsystem und die damit verbundene (Um-)Verteilung und Knappheit von Geld) und andererseits durch eine daran geknüpfte Produktions- und Wirtschaftsweise (kurzfristige Profitmaximierung, einschließlich deren Auswirkungen auf unseren Alltag) weiter gefördert wird.
→ Wir leben in einer Welt, die systembedingt nicht in die Fülle kommen kann
Sobald wir anfangen uns in Kooperations-Netzwerken zusammenzutun und damit Schritt für Schritt in die Fülle kommen (also mehr zur Verfügung haben als jeder Einzelne benötigt) gibt es irgendwann keinen Grund mehr, Handel zu betreiben. Man stellt sich gegenseitig das zur Verfügung (schenken), was im Überfluss vorhanden ist (also auch Talente und Fähigkeiten). „Mehr für dich bedeutet weniger für mich“ gilt dann nicht mehr.

Mangel und Knappheit ist die Grundlage für Handel.
Handel ist allerdings nicht die Grundlage für eine hochentwickelte Zivilisation (Hochkultur).
Handel ist ganz im Gegenteil ein Hindernis für eine hochentwickelte Zivilisation.

(Details siehe Fülle statt Mangel)

Solange wir als intelligente Zivilisation noch ein Spiel aufrecht erhalten, in dem unsere Nachkommen sich die Grundlage für Ihr Dasein (Lebensraum, Unterkunft und Lebensmittel) erkaufen und damit teilweise lebenslang erarbeiten müssen, werden wir nicht in der Lage sein, über ein gewisses kulturelles Entwicklungsstadium hinauszukommen und unseren Potenzialen (Fähigkeiten und Talenten) entsprechend, uns zu entwickeln und aufzublühen. Erst wenn wir dieses Spiel (das durch Angst, unreflektierte Übernahme von Verhaltensmustern, Konditionierung und unseren Glauben daran aufrecht erhalten wird) Schritt für Schritt beenden / loslassen, werden wir vom Überleben zum Leben kommen, vom Schein zum Sein. Erst dann wird die Menschheit einen evolutionären Sprung vollziehen können.

Warum akzeptieren wir all das?

Warum akzeptieren wir Menschen ein System mit so vielen grundlegenden Missständen und Fehlern, welchem man an so vielen Stellen (bspw. über Gesetze, Verordnungen und Steuern) Einhalt gebieten muss, da es sonst das Leben auf dieser Erde noch mehr mit Füßen treten würde?

Wäre es nicht zudem äußerst verwunderlich und widersprüchlich, anzunehmen, dass ein so beschaffenes System im Interesse und zum Wohle aller Menschen geschaffen wurde?

Warum schaffen wir uns nicht ein System, das von Grund auf einfach funktioniert, keine Korrekturen benötigt, ein System, das zum Wohl aller Lebewesen dient?

Was können wir tun?

Das Geld- und Wirtschaftssystem ist etwas globales geworden, das sich außerhalb der Einflussmacht einzelner Nationen und Staaten abspielt. Dessen einflussreichste Vertreter (welche selbst dem Geld- und Bankenwesen und deren Interessen viel näher stehen) wurden nie demokratisch gewählt und haben überhaupt kein Interesse daran, Veränderungen an diesem System herbeizuführen, da sie selbst oft in hohem Maße davon profitieren (mehr dazu unter Externe Videos – System).

Wie viel Einfluss habe ich dann noch in meiner gesellschaftlichen Rolle als Bürger / Wähler oder als Unternehmer?

Logischerweise nur so viel, wie die Vorgaben und Abhängigkeiten der Systeme es zulassen.
Den größten Einfluss habe ich als Mensch, der außerhalb gesellschaftlicher Rollen und deren systemischer Vorgaben und Abhängigkeiten von seinem freien Willen Gebrauch machen kann, sein Leben so zu gestalten, wie er es möchte.

Es ist wichtig zu erkennen, dass es überhaupt keinen Sinn hat von Anderen (Politikern, Konzernen, Banken) allzu notwendige Veränderungen einzufordern, denn sie tun nur das, was sie innerhalb der Spielregeln unseres Systems tun können, dürfen oder müssen. Und da jedes System einen Selbsterhaltungstrieb hat, wird es sich niemals selbst abschaffen.

Daher ist für mich die einzig logische Schlussfolgerung, dass wir selbst die “Programmierer” eines neuen „Systems“ (besser von Kooperations-Netzwerken, siehe Anarchie statt Hierarchie? – Hierarchie und Macht) werden müssen, das uns Menschen dient (sich also an der Qualität orientiert und Mangel auflöst) und nicht dem Geld (das sich an der Quantität orientiert und den Mangel verursacht und fördert). Wie Mangel und Knappheit aufgelöst werden können siehe Fülle statt Mangel.

Wenn wir uns schon als die “Krone der Schöpfung” bezeichnen, dann sollten wir auch in der Lage sein, unser Zusammenleben so zu gestalten, dass es dem Intellekt* eines Menschen** angemessen ist und nicht eine Beleidigung für diesen darstellt.
*Intellekt: (zu lat. intellegere „unterscheidend wahrnehmen, erkennen, verstehen, einsehen“, aus lat. inter „zwischen“, und lat. legere „aussuchen, auswählen, lesen“)
Erkenntnisvermögen, mit all seinen Sinnen die Wirklichkeit / Wahrheit zu erkennen, und ich denke wir Menschen haben ein enormes, wenn nicht sogar grenzenloses Potenzial, was dies angeht, unser Geist wird nur künstlich beschränkt von einem so umfassenden, Geist durchdringenden und daher von der Masse kaum reflektierten (Glaubens-) System, das sich Materialismus nennt
**Mensch: (von lat. mens: Geist)

Ein intelligentes Zusammenleben kann meiner Meinung nach nur stattfinden, wenn Menschen den unmittelbaren Bezug zu ihrem Lebensraum und die Beziehungen untereinander wiederherstellen, um so in Verantwortung, Wahrheit und damit Freiheit zu leben.

Durch die auf dieser Plattform beschriebenen Ideen und den daraus entstehenden Kooperations-Netzwerken kann eine Alternative für unser bestehendes System geschaffen werden, die von uns Menschen auf kleinster Ebene Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Der so in Gang gesetzte Transformations-Prozess (siehe Evolution statt Revolution) ist in der Lage menschliches Zusammenleben qualitativ auf eine neue Ebene zu bringen. Es ist so viel einfacher als die meisten sich dies vorstellen können und hat nichts mit irgendwelchen komplexen Staatsformen zu tun, die der Masse (dem Volk) von herrschenden Strukturen übergestülpt werden. Jedoch haben wir im Laufe der Zeit, durch die systemisch, auf allen Ebenen bedingte, immer größere Trennung und Konditionierung, die Fähigkeit verloren, das Einfache und Offensichtliche zu erkennen. Dein Bewusstsein und deine Wahrnehmung (was nimmst du für wahr?) entscheiden also darüber, ob du dies erkennst oder nicht.

Du bist die Veränderung

Du musst nichts glauben, was ich hier auf dieser Seite beschreibe, es geht auch nicht darum eine Schuldigen ausfindig zu machen, um ihn für all das verantwortlich zu machen, was heute auf dieser Welt Realität geworden ist. Denn wir haben alle fleißig mitgeholfen, diese Realität zu kreieren. Es ist an der Zeit zu erkennen, dass jeder Einzelne sich verändern muss und aktiv damit beginnt, seine eigene Realität zu kreieren bzw. wir als Individuen uns zusammentun, um eine oder auch viele verschiedene, neue Realitäten zu kreieren. Denn nur wenn die einzelne Zelle sich verändert, kann der gesamte Organismus sich verändern.

Veränderungen sind oft etwas, wovor wir Angst haben. Sie bergen jedoch auch ein unglaubliches Potenzial für die qualitative Verbesserung einer Situation und manchmal stellen wir uns im Nachhinein vielleicht die Frage, warum wir bloß so lange gezögert haben.

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ (Immanuel Kant)
Und wenn du das getan hast: Habe Mut, Veränderung zu leben!

Unter Externe Videos habe ich einige Videos zusammengetragen, die die oben erwähnten Themen (aber auch andere) ausführlicher behandeln.