Was für einen Zweck hat die Internet Plattform?
  • Menschen, die Ressourcen beitragen möchten (Wissen und Fähigkeiten, Materialen und Lokalitäten) können sich umfassend informieren und erfahren, warum es Sinn macht, einen Beitrag zu leisten
  • Werkzeug, um zentral alle Informationen aufzulisten oder zu bearbeiten, die benötigt werden, um Bedürfnisse
    (allgemein wie auch individuell pro Standort) zu erfüllen (Definitionen, Ideen, Möglichkeiten, Ressourcen etc.)
  • Bereitstellung aller Infos und Materialien, die für die Gründung eines neuen Standorts benötigt werden
  • Weiterverbreitung der Idee auf digitalem Wege
Gibt es Regeln für das Miteinander oder sonstige Organisationsstrukturen?

Grundsätzlich sollte gelten: „Füge keinem anderen Lebewesen oder der Natur Schaden zu“.
Weitere Regeln für das Miteinander könnten bspw. folgende sein:
http://www.freeworldcharter.org/de/charter
Findet eine Weiterentwicklung einer Kooperation statt, ist die oberste Zielsetzung immer die Erfüllung der grundlegenden Bedürfnisse aller Beteiligten. Ein Werkzeug für die individuelle Bedarfsermittlung bzw. Priorisierung kann z.B. das Systemische Konsensieren sein, (https://www.konsensieren.eu/de/ ). Die so ermittelte Priorisierung legt neben anderen Faktoren die konkrete Reihenfolge der weiteren Umsetzung fest. Ein einfaches Beispiel, warum Mehrheitsabstimmungen oft zu Konflikten führen ist hier zu finden.
Ausführliche Informationen über die Gründung und Weiterentwicklung eines Standorts, findest du hier.

Baut jeder seine eigenen Lebensmittel selbst an?

Ja, es ist generell sinnvoll, wenn grundsätzlich jeder Beteiligte seine Lebensmittel auf seiner eigenen Fläche anbaut und diese auch selbst versorgt (so weit möglich und nötig, der Aufwand hierfür sollte sich aber dank ganzheitlicher Anbaumethoden in Grenzen halten), da:

  • Lebensmittel anbauen auch bedeutet, Verantwortung zu übernehmen
  • so ein regelmäßiger Austausch beim Gärtnern möglich wird (Raum für Ideen, Kreativität)
  • jeder Beteiligte so das anbauen kann, was den individuellen Vorlieben entspricht
  • auch Experimente mit diversen Anbaumethoden können so leicht nur auf den eigenen Bereich angewandt werden
  • so ein Bezug zu den eigenen Lebensmitteln (Pflanzen als Lebewesen) hergestellt wird
  • und sicher einige andere Gründe lassen sich noch finden

Bei der Planung / Einrichtung einer neuen Anbaufläche und sonstigen größeren Vorhaben können natürlich alle Beteiligten, soweit möglich, mithelfen.

Sicherstellung der fairen Flächenverteilung

Wie sorgt man dafür, dass die Flächen, die jedem Beitragenden für den Lebensmittelanbau zur Verfügung stehen (über alle Lokalitäten verteilt, welche jeweils unterschiedlich groß sein können), fair aufgeteilt werden und keine Ungerechtigkeiten entstehen? Dies ist nicht zwingend nötig, da jeder einen individuellen Bedarf hat. Hat ein Beitragender einen größeren Bedarf an Lebensmitteln, so ist es ,wie bei allen anderen Bedürfnissen, die Aufgabe des Gründers, diesen Wunsch zu erfüllen (Verbesserte Ausnutzung der vorhandenen Fläche? / Weitere Lokalität? / Lebensmittelretten?).

Wer trägt ggfs. anfallende Kosten?

Zunächst sollte natürlich versucht werden, die für eine Umsetzung benötigten Materialien, kostenlos zu bekommen. Ist dies nicht möglich bzw. die Materialien sind nicht in vertretbarer Zeit und/oder Qualität zu beschaffen, besteht die Möglichkeit, dass diese gegen Geld erworben werden. Meist handelt es sich dabei um kleinere Anschaffungen wie Materialien für Beete, Gartenwerkzeuge etc.

  • Bei gemeinschaftlich genutzten Gegenständen können sich alle nach Absprache finanziell daran beteiligen
  • Bei individuell genutzten Gegenständen kann jeder Einzelne diese für sich erwerben

Je mehr Standorte basierend auf dieser Idee entstehen, desto weniger Notwendigkeit wird zukünftig bestehen, Geld in die Hand zu nehmen. Am Anfang von Handelsketten steht in vielen Fällen (vor allem denjenigen, die für uns Menschen elementar sind) die Natur und diese verlangt bekanntlich keine Gegenleistung von uns.