Was ist die Idee?

Menschen verbinden, die ihre Ressourcen teilen (Land/Flächen, Wissen/Fähigkeiten, Zeit) und sich damit gegenseitig unterstützen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Die Basis hierfür bildet immer das Bedürfnis Lebensmittel.

Beispiel: Du hast einen Garten und würdest gerne Lebensmittel anbauen, bräuchtest aber Unterstützung dabei. Indem du deinen Garten mit anderen teilst, die eine Anbaufläche suchen und entsprechendes Fachwissen (Bsp. Gärtner / Handwerker) haben und dich / euch unterstützen, können alle davon profitieren.

Durch die Vernetzung von mehreren benachbarten Flächen/Lokalitäten kann diese Idee weiterentwickelt werden und ein Kooperations-Netzwerk entstehen, das die grundlegenden Bedürfnisse (w.z.B. Alltagsgüter, Kochen, soziale Werte etc.) eines jeden Einzelnen mehr und mehr erfüllt (siehe Präsentationen unten).

Weitere Zielsetzungen können folgende sein

(welche der folgenden Punkte Einzelne anstreben, ist natürlich jedem selbst überlassen):

  • mehr Zeit und Energie für Dinge, die sinnvoll sind und Freude bereiten
    (mehr Lebendigkeit, Sinn, Freiheit und (Frei)Zeit)
  • Beziehungen zwischen Menschen und zur Natur (die uns ernährt) wieder herzustellen
  • Verantwortung zu übernehmen für das eigene Tun und Handeln zum Wohl aller Lebewesen auf dieser Erde (nachhaltig und ökologisch)
  • neue Modelle des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens zu entwickeln,
    Einzelnen die Möglichkeit zu geben hierin Erfahrungen zu sammeln
  • durch interdisziplinären Wissensaustausch kreative Ideen und neue Lösungen hervorzubringen und die Fähigkeiten eines jeden Einzelnen zu erweitern
  • den Geldbedarf Schritt für Schritt zu reduzieren und dadurch zu einer selbstbestimmteren, bewussteren und unabhängigeren Lebensweise zu gelangen (durch andere Sharing-Initiativen wie FoodSharing, RepairCafes, Bikekitchens etc. kann der Geldbedarf noch weiter reduziert werden)
    Weitere Beweggründe unter Warum den Geldbedarf reduzieren?
  • anfangen Leben zu gestalten statt Freizeit
    Der Begriff „Frei-Zeit“ beinhaltet, dass es auch „Unfrei-Zeit“ geben muss, auch Job oder Arbeit genannt, ansonsten gäbe es keine Notwendigkeit dem Begriff „Zeit“ die Eigenschaft „frei“ zu geben bzw. die Redewendung, sich von der Arbeit „frei“ zu nehmen. Was entsprechende Synonyme für den Begriff  „unfrei“ sind, kann sich jeder selbst ausmalen. Wollen wir wirklich, dass der Zustand des unfrei-Seins eine wesentliche Grundlage für unser Zusammenleben darstellt? Wären Freiheit und Freiwilligkeit nicht viel besser?

Nach und nach können wir so lernen, dass wir uns unsere Arbeitsleistung nicht mehr gegenseitig verkaufen müssen, sondern, dass wir durch Kooperation auf menschlicher Ebene (Wiederherstellung von Beziehungen) ebenso Bedürfnisse uns gegenseitig erfüllen können und ja sogar Gefühle wie Freude und Dankbarkeit (durch den unmittelbarer Sinn einer Tätigkeit) erfahren, die vorher durch unpersönlichen und beziehungslosen Austausch von bunten Zetteln (unter Liebhabern auch Geld genannt:-)) immer mehr verdrängt wurden (Geld als Mittel zur Kompensation von fehlenden Beziehungen).

Zu verfolgen, was seit einigen Jahren von Menschen über das Internet realisiert wurde und wird, (bspw. CrowdFunding Plattformen, die es Menschen ermöglich durch Geldspenden verschiedenste Projekte zu verwirklichen oder Plattformen, die es ermöglichen, dass fremde Menschen zusammenfinden und gemeinsamen Interessen und Freizeitaktivitäten nachgehen, aber auch andere politisch motivierte Plattformen etc.) macht mich doch zuversichtlich, dass Menschen die Welt im Kleinen aber auch im Großen verändern und gestalten wollen und dies auch tun, sobald man Ihnen die Gelegenheit dazu gibt. Also warum nicht auch etwas vollkommen neues?

Wie kann eine Umsetzung aussehen?

Die ersten Schritte

Die Basis hierfür bilden zum Einen Menschen, die eine Lokalität (Gärten, Dächer,Hauswände oder andere Flächen) bereitstellen und zum Anderen Menschen, die entsprechendes Fachwissen zum Thema Lebensmittelanbau und Handwerk beitragen können.

Die Weiterentwicklung einer Kooperation (Vernetzung von mehreren Lokalitäten mit weiteren Beitragenden) ist stets freiwillig, jedoch so gut wie immer sinnvoll, da alle Beteiligten davon profitieren können. Sind in einem Kooperations-Netzwerk die Grundbedürfnisse bereits erfüllt worden, so besteht die Möglichkeit, dass pro Kooperations-Netzwerk jeweils ein weiteres Bedürfnis (siehe Menü Bedürfnisse oben) erfüllt wird.

Varianten & Beispiele

Zudem kann es verschiedene Varianten geben, wie Kooperations-Netzwerke entstehen können, abhängig davon, an welchem Ort dies stattfindet (Stadtmitte, Randbezirke, Land). Ein konkretes Beispiel findet sich in der Präsentation unten (ab Folie 4) ebenso. Ausführlichere Informationen, wie die Gründung und weitere Entwicklung ablaufen kann, findest du bei den Dokumenten für Gründer unter Neuen Standort gründen.

Und sicher noch weitere Varianten lassen sich finden (Sende uns gerne deine Anregungen)