Atemübungen

Atemübungen sind ein effektiver Weg, um Bauchmuskeln (hilfreich, wenn du Rückenschmerzen hast) und insbesondere deine Darmmuskulatur (Peristaltik) zu trainieren. Auch wenn du keine Verdauungsbeschwerden hast, werden dir diese Übungen helfen deine Gesundheit zu verbessern.

Die Peristaltik sorgt dafür, dass Nahrungsreste/Gifte im Darm befördert und anschließend schnell und gründlich wieder ausgeschieden werden können. Ist diese Muskulatur unterentwickelt, kann sie dieser Aufgabe nur unzureichend nachkommen. Dies führt zu einem “Stau” im Darm und es kommt zu unerwünschte Gärprozessen, was wiederum verschiedenste Symptome hervorrufen kann (Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Durchfall, Benommenheit etc.).

Gründe für dieses Unterentwicklung sind:
allgemeiner Bewegungsmangel / häufige sitzende Tätigkeit / zu wenig frische Luft
Häufige Einnahme von gekochter Nahrung (und damit denaturierter Nahrung) unterfordert permanent die Darmmuskulatur (gekochte Nahrung ist oft so weich wie Babybrei, natürliche Nahrung ist ausschließlich Rohkost).

Um die Peristaltik zu trainieren und langfristig deine Verdauung zu verbessern (nichts geht von heute auf morgen), kannst du bspw. mehr Rohkost essen und insbesondere auch die nun folgenden Atemübungen machen.

Mache diese Übung am besten in der Nähe eines zumindest leicht geöffneten Fensters (auch im Winter, Im Sommer am besten draussen), so dass du frische Luft einatmen kannst.

Übungen

 

Beginne die Übungen stets wie folgt:

Lege dich flach auf den Rücken (alternativ auch im Sitzen), entspanne dich und atme ein paar Mal tief ein, so das deine Atmung ruhig und gleichmäßig ist (mache dies auch zwischen den Wiederholungen bei Bedarf). Praktiziere sie am besten täglich und steigere dich dann langsam in der Intensität und Dauer.

Woche 1

Atme so tief wie möglich ein und halte deinen Atem für 2-3 Sekunden an. Atme dann so viel Luft aus wie möglich. Die letzte Luft kannst du am besten rauslassen, in dem du die Luft, die sich im Mund befindet durch die Lippen raus presst. Halt deinen Atem dann so lange wie möglich. Wiederhole dies 10-15 Mal, so dass fast alle Luft aus deinem Körper ausgeatmet wurde. Später, wenn deine Bauchmuskulatur schon besser trainiert ist, genügt es die Luft allein durch Einziehen des Bauches ganz auszuatmen.

Woche 2

Atme so tief ein und anschließend so tief aus wie möglich. Halte die Luft an, ziehe deinen Bauch ein und halte es so lange wie möglich. Wiederhole dies 2-3 Mal. So werden die Muskeln des Darms langsam an diese Art der Bewegung gewohnt.
Danach führst du die Übung genauso aus, fängst jedoch während du den Bauch eingezogen hast, langsam an deinen Körper zu bewegen (auf und ab, den Rücken durchstrecken z.B.).
Wiederhole dies ca. 10-15 Mal.

Woche 3

Nach 2 Wochen täglicher Übungen kannst du langsam die Dauer und Intensität der Übungen (vor allem auch die Intensität der Bewegungen während du den Bauch eingezogen hast) steigern und du wirst merken, dass du schon viel tiefer ein- und ausatmen kannst und auch die Luft deutlich länger anhalten kannst (auf diese Weise trainieren Apnoe-Taucher, aber auch Sänger).

Woche 4

Steigere weiter die Dauer und Intensität der Übungen. Wenn du spürst, dass dir dies gut tut und du bereit bist dir die Zeit dafür zu nehmen, kannst du diese Übungen auch eine Stunde pro Tag oder auch deutlich länger natürlich machen.
Dies führt nach einigen Wochen und Monaten dazu, dass deine Peristaltik ihrer Aufgabe der schnellen und gründlichen Reinigung und Entleerung des Darms immer besser nachkommen kann.
Bitte beachte, dass Verdauungsstörungen häufig auch durch die Einnahme falscher Lebensmittelkombinationen auftritt.

Hier auch die Erklärung eines Yogi, der schildert, was passiert, wenn diese Atemübungen (Pranayama) regelmäßig und ausdauernd durchgeführt werden (leider nur auf englisch):
Youtube: Pranayama

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