Fleisch, Fisch & Tierprodukte

Kaum ein Thema spaltet die Menschen aktuell so sehr wie die “sonderbaren” Ernährungsgewohnheiten einer immer größer werdenden Anzahl von Menschen. Vegetarisch oder noch schlimmer Vegan
Ich sage dir: Wenn du gesund werden willst, vergiss zunächst die Kategorien Vegetarisch, Vegan oder auch in Mode kommende Ernährungstrends wie Paleo-Diät, ketogene Ernährung, frutarisch oder ähnliches. Denn jeder Mensch und damit auch seine Ernährung ist individuell. Lass dich daher nicht in einer dieser Schubladen stecken. Dies sind lediglich Kategorien, die der Lebensmittel-Handel, wie in allen übrigen Handelssparten auch, erfunden hat, um Konsumenten auf einfache Weise diesen Kategorien zuordnen und Zielgruppen ansprechen zu können. Was die Bewerbung und Bekanntmachung dieser Labels und Kategorien bewirkt ist, dass Menschen damit beginnen, sich diesen Gruppierungen zugehörig zu fühlen, ähnlich wie bei politischen Parteien auch, dadurch aufgespalten und in Lager eingeteilt werden und sich gegenseitig mehr oder minder stark anfeinden. Je populärer die einzelnen Gruppierungen / Parteien werden, desto größer werden oft die gegenseitigen Abspaltungen und daraus resultierenden Anfeindungen der unterschiedlichen Lager. Bis zu einem Punkt, wo alle populären Gruppierungen / Parteien miteinander verschmelzen, ihre ursprünglichen Ziele weitgehend aufgegeben haben und Kompromisse eingegangen werden, die zu absoluter Belanglosigkeit führen (dies lässt sich kaum an anderer Stelle besser beobachten als bei den größten politischen Parteien: die medial ausgetragenen Anfeindungen sind geblieben, die Unterscheidungsmerkmale jedoch, was das Wesentliche betrifft, kaum auszumachen). Dies ist in höchstem Maße sinnlos. Denn das Wesentliche wird dabei zunehmend mehr außer Acht gelassen. Nämlich das übergeordnete Ziel aller diesbezüglichen Bestrebungen: die Gesundheit des Organismus (oder analog die Gesundheit des Staates und damit aller innerhalb eines Staates lebenden Menschen).

Der Weg dorthin führt niemals über Parteien / Lager und Abspaltung von anderen.

Der Weg beginnt stets bei dir selbst und bedarf keiner Bezeichnung, keines Namens, keiner Zügehörigkeit oder gar Mitgliedschaft.

 

Wenn du dich dazu entschieden hast, keine Tierprodukte mehr zu essen, machst du jedoch aus verschiedenen Gründen schon mal einen großen Schritt in Richtung Gesundheit.

Nur, weil du Tierprodukte aus deinem Speiseplan entfernst, ernährst du dich jedoch nicht automatisch auch gesund. Denn das, was heute unter den Labels Vegetarisch/Vegan zunehmend mehr verkauft wird (vom Tofu-Schnitzel angefangen über den Soya-Pudding bis hin zum veganen Käse) hat mit gesunder Ernährung rein gar nichts zu tun. Wenn du gesund werden willst, fange also gar nicht erst an, dich von diesen Produkten zu ernähren. Sie stellen ausnahmslos einen Ersatz für etwas dar, für das kein Ersatz nötig ist und ernährungsphysiologisch auch nie ein Bedarf bestanden hat.

Beachte daher unbedingt die Hinweise unter dem Punkt Naturbelassene Nahrung.

Warum es Sinn macht, keine Tierprodukte zu essen

im Folgenden möchte ich hauptsächlich auf den ernährungsphysiologischen Aspekt eingehen, nicht auf den ethischen:

Verwertbarkeit von Eiweißen

Tierische Eiweise sind vom Körper viel schlechter verwertbar als pflanzliche Eiweiße. So gut wie alle Tiere, die von Menschen gegessen werden, beziehen ihre Nährstoffe und Mineralien aus pflanzlichen Quellen. Warum also diese Nährstoffe über den Umweg des Tieres aufnehmen, wenn sie direkt in pflanzlicher Form noch dazu viel besser aufgenommen werden können? Es deutet aus logischer Sicht absolut nichts darauf hin (auch wenn es noch so oft medial und über die Geschichtsschreibung wiederholt wird), dass der Mensch ein fleischfressendes Lebewesen ist. Das Gebiss und viele weitere Merkmale (Beschaffenheit von Darm, Magen, Magensäure etc.) deuten ganz eindeutig auf eine rein pflanzliche Ernährung hin.

Fleisch & Fischkonsum entkräftet/stresst deinen Körper

aufgrund eines häufig sehr langen und energieaufwändigen Verdauungsprozesses, da Nährstoffe (insbesondere bei Fleisch) nur sehr schlecht vom Darm aufgenommen werden können. Auch das darin enthaltene Fett ist schädlich für deinen Körper.
Zudem ist unser Darm nicht dafür ausgelegt andere, uns selbst ähnliche Lebewesen zu verdauen. Dies löst Stress im Körper aus. Der Verzehr eines Artgenossen der Spezies Mensch ist für die meisten Menschen absolut unvorstellbar, gilt als kannibalisch und sie schrecken davor intuitiv zurück. Rein ernährungsphysiologisch betrachtet besteht jedoch keinerlei Unterschied, ob ich einen anderen Menschen verzehre oder ein beliebiges anderes Tier. Die schädliche Wirkung ist dieselbe. Vor der Tötung von Tieren würden die meisten Menschen heute ebenso intuitiv zurückschrecken, einzig der mangelnde Bezug zur Herstellung und zum Tier selbst sowie die Aufbereitung in Form eines Konsumprodukts lassen Menschen den Umstand vergessen, dass ein lebendiges Tier dafür geopfert werden musste. Experimente mit Schlachtungen in Fußgängerzonen und Supermärkten, die dies bestätigen, gibt es zahlreiche.

Leichengifte

Unmittelbar nach der Tötung eines Lebewesens aus Fleisch und Blut setzt der natürliche Verwesungsprozess ein. Auch durch die übliche Kühlung bei 2-7 Grad Celsius können diese Verwesungsprozesse nicht vollständig gestoppt werden. Die dabei entstehenden Leichengifte werden somit mit verzehrt und schaden unter anderem dem körpereigenen Stoffwechsel und den Organen.

Hormone in Milchprodukten

Milch wird von Tieren wie auch Menschen ausschließlich zum Zwecke der Ernährung und Aufzucht ihrer eigenen Kinder erzeugt. In der Muttermilch sind wichtige Inhaltsstoffe (Hormone und Botenstoffe) enthalten, die das Wachstum der jeweiligen Spezies bestmöglich unterstützen. Die Aufnahme von artfremder Muttermilch hat logischerweise nicht den gewünschten Effekt und ist schädlich für das Wachstum des Babys / Kindes, da der Körper so über die Art und Beschaffenheit des Wachstums falsch informiert wird. Fehlentwicklungen treten dann schon im Kleinkindalter auf. Auch im fortgeschrittenen Alter ist die Aufnahme ganz gleich welcher Muttermilch (Kuh, Ziege) stets schädlich für den Organismus. Da Milch in den Discountern wie auch Biomärkten heutzutage allein aufgrund der mengenmäßigen Nachfrage nur aus Massentierhaltung stammen kann, ist die Qualität so gut wie aller auf dem Markt erhältlichen Erzeugnisse entsprechend minderwertig (wie beim Menschen auch: mangelhafter Gesundheitszustand der Tiere durch widernatürliche Lebens- und Ernährungsweise, Bewegungsmangel durch die Art der Tierhaltung, Gabe von Antibiotika und anderen Medikamenten etc.).
Das zusätzliche Homogenisieren und Pasteurisieren der Milch verringert zwar die Anzahl schädlicher Keime, beseitigt jedoch keineswegs alle schädlichen Inhaltsstoffe. Zudem hat das, was man nach diesem Vorgang der mehr oder minder starken Erhitzung noch vor sich hat, mit dem Ausgangsprodukt kaum noch etwas gemeinsam. Industriell verarbeitete Lebensmittel sind aufgrund ihres denaturierten Zustands wie im Kapitel Naturbelassene Nahrung beschrieben generell zu meiden.

Handelsinteressen der Fleisch- und Milchproduzenten

Zudem sollte bedacht werden, dass die Interessen der Fleisch- und Milchproduzenten seit sehr langer Zeit (weit vor der Industrialisierung) die Denkweisen, Anschauungen und Essgewohnheiten unserer Gesellschaft beeinflussen. Diese wurden dann schleichend von Generation zu Generation zum Kulturgut und Brauchtum erhoben.

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