Temperatur- und Kälteempfinden

Schon mal darüber nachgedacht, warum alle anderen Lebewesen auf dieser Erde nicht oder kaum frieren? Gut, viele Tiere haben ein Fell oder Gefieder. Aber so richtig dick und wärmend sieht das Federkleid des Spatzen, der fröhlich bei 5 Grad auf dem Ast seine Melodie pfeift, nicht aus, oder? Und so dick wie manche Winterjacke ist das Fell eines Fuchses bspw. eher auch nicht.

Tiere scheinen deutlich mehr Energie zu besitzen, die sie für das Leben in der freien Natur wappnet. Doch woran liegt dies? Wie eingangs schon beschrieben, ist die Antwort auch hier wieder in der Lebens- und Ernährungsweise zu suchen, die sich beim Menschen im Laufe der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende immer drastischer von der natürlichen Lebensweise zu unterscheiden begonnen hat.

In Folge des immer größer werdenden Energiemangels haben Menschen dann angefangen immer häufiger und mehr Kleidung zu tragen, die diesen Mangel an Energie ausgleichen sollte. Diese Angewohnheit hat jedoch zur Folge, dass der Körper diesen Umstand bestmöglich nutzen möchte und in der Konsequenz auf Grund seines bestehenden Energiemangels die Wärmeproduktion des Körpers immer weiter einstellt, um die nun frei werdende Energie für andere Zwecke zu verwenden. Je häufiger und je wärmendere Kleidung der Mensch also aufträgt, desto mehr wird der Körper seine eigene Wärmeproduktion zurückfahren. Diese Verhaltensweise setzt leider eine nicht enden-wollende gesundheitliche Abwärtsspirale in Gang. Nur um 2 beispielhafte Konsequenzen zu nennen, die einen unmittelbaren, negativen Effekt auf die Gesundheit des Menschen haben:

  1. Je mehr Körperstellen bedeckt sind desto weniger Sonnenstrahlen können direkt auf die Haut treffen und desto weniger lebenswichtiges Vitamin D kann der Körper produzieren.
  2. Je weniger Wärmeenergie der Körper produziert, desto mehr neigt er dazu, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Je mehr der Mensch sich von der “feindlichen Natur” abschottet, desto weniger lebensförderlichen Sauerstoff kann der Körper aufnehmen.

Heute werden die meisten Menschen von Geburt an daran gewöhnt, Kleidung zu tragen und der Körper stellt sich so von Anfang an darauf ein, die Wärmeproduktion nicht bzw. kaum selbstständig regulieren zu müssen. Kinder haben oft noch ein anderes Kälteempfinden, da der Körper noch eine anfängliche Energie innehat (wie der keimende Samen einer Pflanze). Doch der Ruf der Eltern “Zieh dir was Wärmeres an, sonst holst du dir noch eine Erkältung” lässt meist nicht lange auf sich warten. Sicherlich gut meinend und geprägt durch das Kälteempfinden des eigenen “verwöhnten” Körpers.

Die “schlechte” Nachricht: Der einzige Weg, diese gesundheitliche Abwärtsspirale zu beenden, ist sich der Kälte mehr und mehr auszusetzen und bewusst weniger Kleidung zu tragen. Mit Quälen und Zittern hat dies aber nichts zu tun, da alles natürlich langsam und im eigenen Tempo erfolgen kann und sollte, sonst bekommst du tatsächlich noch eine Erkältung ☺. Manche Dinge, die man dafür tun kann sind auch eher angenehm und passieren sozusagen wie im Schlaf. Setzt du einige der Maßnahmen unten regelmäßig um, wirst du bald schon erste Erfolge feststellen können und es wird immer häufiger vorkommen, dass deine übliche Kleidung dir zu warm sein wird.

Nützliche Info: Wie kommt es zu einer Erkältung?
Der Körper muss auf Grund von niedrigen Temperaturen mehr Energie für die Wärmeproduktion aufbringen und ist so gezwungen andere Aufgabenbereichen wie bspw. die Aufrechterhaltung des Immunsystems zu vernachlässigen. Dies kann darin resultieren, dass Krankheitserreger überhand nehmen und im Körper Schaden anrichten. Die Erkältung steht vor der Tür. Auch ein allgemeiner Vitamin- und Mineralienmangel ist mit die Hauptursache, warum es zu einer Erkältung kommen kann.

Maßnahmen, um die körpereigene Wärmeproduktion zu fördern:

Schlafen bei kühleren Temperaturen / geöffnetem Fenster:

Achte darauf, dass die Temperatur in deinem Schlafzimmer kühler ist als dort, wo du dich tagsüber aufhältst. Drehe also ggfs.die Heizung nachts runter oder schalte sie ab.

Eine sehr förderliche und zugleich einfache Maßnahme ist, nachts das Fenster leicht zu öffnen (am besten so, dass du frische Luft unmittelbar einatmest). Natürlich nur, sofern du es nicht als zu kalt empfindest oder du nicht in der Nähe einer viel befahrenen Straße oder anderen Orten wohnst, wo die Luftqualität sehr schlecht ist. Der zusätzliche Sauerstoff wird der Gesundheit deines Organismus sehr gut tun und deinen Stoffwechsel & die Entgiftung (welche überwiegend nachts stattfindet) anregen.

Regelmäßige kalte Duschen / Baden in Flüssen / Seen

Gewöhne dir an bei jedem Duschen am Schluss auch immer kalt zu duschen. Fange dabei bei den Füßen an und gehe langsam über die Arme und den Oberkörper nach oben zum Kopf. Am besten nicht gleich eiskalt, sondern wiederhole das Ganze in 2- 3 Mal und drehe das Wasser schrittweise kälter, um deinen Körper langsam daran zu gewöhnen.

Zusätzlich regt es den Stoffwechsel und die Entgiftung an, wenn du deinen Körper beim Duschen mit einer Bürste oder auch von Hand massierst (gleich, ob kalt oder warm).

Das Baden in Flüssen & Seen im Sommer (und für Fortgeschrittene natürlich auch zu anderen Jahreszeiten ☺) ist ebenso besonders empfehlenswert und du wirst dich noch deutlich besser und energiegeladener fühlen als nach einer kalten Dusche.

Energiereiche Lebensmittel

Auch die Wahl der Lebensmittel trägt natürlich dazu bei, dass dein Körper in der Lage ist mehr Wärmeenergie zu produzieren. Der Verzehr von lebendigen & energiereichen Nahrungsmitteln ist daher besonders wichtig. Um im Winter weniger zu frieren, kannst du bspw. vermehrt Nüsse (Walnüsse und Erdnüsse z.B.) in deinen Speiseplan integrieren.

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